REAPER JSFX · Kompatibilität
JSFX außerhalb von REAPER? ReaJS und ysfx erklärt
JSFX sind Quellcode-Effekte für REAPERs eigene Effekt-Laufzeit, können aber auch von anderer Software geladen werden. Zwei Wege sind relevant: Cockos' ReaJS im Windows-ReaPlugs-Paket und der unabhängige ysfx-Host für VST3- oder Audio-Unit-Workflows. Keiner davon verwandelt jeden JSFX ohne Einschränkungen in ein konventionelles Plug-in.
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1. REAPER ist die Referenzumgebung
Ein JSFX ist kein VST- oder Audio-Unit-Binary. Sein Quellcode wird von einem JSFX-Host kompiliert und ausgeführt. REAPER stellt die ursprüngliche Laufzeit, Effekt-Auswahl, Automation, Ressourcenpfade und Grafikfunktionen bereit, für die die meisten Skripte entwickelt werden.
Für Triggerpointed-Effekte ist das der verlässliche Weg. Die aktuellen Installer richten die Effekte für REAPER ein; auch unsere veröffentlichten Prüfungen und Hörbeispiele entstehen dort. Wenn eine Session auf einem anderen Rechner vorhersehbar öffnen muss, sollte diese Basis erhalten bleiben.
2. ReaJS ist Cockos' Windows-Weg
Cockos liefert ReaJS im kostenlosen ReaPlugs VST FX Suite mit. ReaJS kann JSFX in einem anderen kompatiblen Windows-VST-Host laden und bearbeiten. Cockos nennt dafür Audio, MIDI, Mehrkanal-I/O, Grafikanzeige und Plug-in Delay Compensation.
Die wichtige Grenze liegt bei Alter und Format. Der aktuelle ReaPlugs-Download auf der offiziellen Seite ist Version 2.36 vom Januar 2016 und wird für 32- und 64-Bit-Windows angeboten. Ein moderner Host, der diese VST-Generation nicht mehr akzeptiert, kann ihn möglicherweise gar nicht laden.
3. ysfx bietet experimentelles VST3- und AU-Hosting
ysfx ist ein unabhängiger Open-Source-Compiler, eine Laufzeit und ein Plug-in-Host für JSFX. Das Upstream-Projekt bietet Entwicklungs-Builds als VST3 für Windows und Linux sowie universelle Audio-Unit- und VST3-Builds für macOS. Vorhandene Effekte in REAPERs Benutzerordnern können automatisch gefunden werden; eigene Effects- und Data-Verzeichnisse sind ebenfalls möglich.
Diese Downloads sind ausdrücklich Entwicklungs-Builds, die macOS-Versionen zudem selbstsigniert. Installation, Host-Scan, Gatekeeper, Ressourcensuche und langfristiges Öffnen von Projekten brauchen deshalb mehr Sorgfalt als bei einem fertigen, notarisierten kommerziellen Plug-in.
4. Den Effekt testen, nicht nur das Wrapper-Fenster
Ein erfolgreich geöffnetes Wrapper-Fenster ist nur der erste Test. Parameterbereiche, Kanalrouting, MIDI-Eingang, Automation und Recall, Presets, grafische Bedienelemente und jede erwartete externe Datendatei müssen geprüft werden. Vor dem Vertrauen in den Aufbau eine Kopie der Session speichern, schließen und neu öffnen.
Eine kurze Referenz in REAPER und über den Wrapper mit identischer Sample-Rate, Blockgröße und Einstellung rendern. Ein Nulltest kann exakte Übereinstimmung zeigen; bei abweichendem Routing oder Host-Verhalten bleiben Hör- und Pegelkontrolle wichtig. Die verwendete JSFX-Version gehört zum Projekt, damit ein späteres Update das Ergebnis nicht unbemerkt verändert.
5. Die Triggerpointed-Support-Grenze
Gritifier und PulseGrit sind derzeit für REAPER veröffentlicht und geprüft. Wir verteilen weder ReaJS noch ysfx, zertifizieren keine bestimmten Wrapper-Builds und versprechen keine identische Bedienung oder Session-Wiederherstellung über diese Wege.
Das macht Wrapper nicht grundsätzlich ungeeignet, sondern zu einem fortgeschrittenen Kompatibilitätsweg: mit einer Projektkopie arbeiten, konservativ abhören, wichtige Sounds drucken und den REAPER-Weg erhalten, bis die gewrappte Session einen vollständigen Öffnungs- und Rendertest überstanden hat.
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